Web 2.0 bezieht sich auf eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets. Benutzer gestalten Inhalt qualitativ wie quantitativ in entscheidendem Maße selbst. Die dahinterstehenden Technologien werden für den Benutzer weitestgehend unsichtbar, wodurch es jedem Internet-User ermöglicht wird, Inhalte zu erstellen, ohne viel Vorwissen zu benötigen. Wenn Sie mehr über die Technik des Web 2.0 erfahren wollen, empfehle ich Ihnen diese Zusammenfassung in der Wikipedia.
Social Media
Als Social Media werden Internetanwendungen bezeichnet, die auf den Technologien und Ideologien des Web 2.0 aufsetzen. Das Erstellen und der Austausch nutzergenerierter Inhalte (auch User Generated Content genannt) stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Kurzfilm über die "Social Media Revolution" von Socialnomics09 zeigt anschaulich was Social Media in Zahlen ausgedrückt bedeutet:
Die wohl bekanntesten Beispiele für Social Media sind Wikipedia, Facebook und Youtube und stellen gleichzeitig die drei Kernaspekte von Social Media dar: Kollaboration, Kommunikation und Multimedia.
Kollaboration
In der Wikipedia erstellen tausende Autoren ein vollkommen offenes Lexikon. Die Vor- und Nachteile, die sich daraus ergeben zeigt der Artikel über Social Media am besten. Obwohl der Begriff noch nicht einwandfrei definiert ist, findet sich dazu ein Eintrag, da jeder Internetbenutzer einfach Einträge erstellen kann, auch wenn sie nicht ausreichend mit Belegen gesichert sind.
Kommunikation
In sozialen Netzwerken, Blogs und Microblogs verbreiten Millionen Internetnutzer ihre Meinung mehr oder weniger ausführlich. In sozialen Netzwerken wie Facebook bleibt man mit Freunden in Kontakt, auch wenn man tausende Kilometer von ihnen entfernt ist. Blogs, wie zum Beispiel auch dieser den Sie gerade lesen, sind Websites auf denen Nutzer tagebuchartig über Ereignisse und Dinge schreiben, die sie persönlich gerade interessieren. Microblogs wie Twitter beschränken ihre Benutzer sogar auf 140 Zeichen. Dies führt dazu, dass Neuigkeiten prägnant auf den Punkt gebracht werden müssen und so umso schneller verbreitet werden können.
Multimedia
Ein wichtiger Aspekt der Social Media sind Plattformen, die es ermöglichen Fotos, Videos und Audioaufnahmen anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen. Hier gewinnt auch die Echtzeitübertragung immer mehr an Bedeutung. Beispiele sind Ustream, Audiboo, flickr, Vimeo, oder Youtube.
Warum Social Media nutzen?
Was Social Media "kann" hat in Österreich die #unibrennt Bewegung gezeigt: Innerhalb weniger Stunden wurde ein Monate andauernder Studentenprotest organisiert. Diese Community wurde übrigens mit dem Prix Ars Electronica 2010 ausgezeichnet.
In Zukunft wird Social Media auch im Bereich des Marketing eine immer größere Rolle spielen, da man auf diesem Weg einerseits direkt mit seinen Kunden in Kontakt treten und andererseits die Meinungsbildung maßgeblich beeinflussen kann. Für Unternehmen stellt sich nicht die Frage ob man Social Media zu Marketingzwecken benutzt, sondern wann man damit anfängt.
